Schließung des Wahllokal in Olpenitz

Am 19.02.2014 befürwortete die Stadtvertretung von Kappeln mit 13 zu 9 Stimmen die Schließung des Wahllokals in Olpenitz. Trotz massiver Einwendungen der örtlichen Stadtvertreter konnte keine Mahrheit gefunden werden. In einem offenen Brief an den Bürgermeister und an die Presse äußerts sich ein ehemaliger Politiker zur Schließung des Wahllokals in Olpenitz. Mit Genehmigung wir das Schreiben veröffentlicht.

Sehr geehrter
Herr Bürgermeister Traulsen,

Ihre Entscheidung, das Wahllokal in Olpenitz zu schließen, ist eine Entscheidung gegen die Interessen der Wählerrinnen und Wähler in unserem Dorf. Mit Bürgerfreundlichkeit hat dies bestimmt nichts zu tun. Dass die Mehrheit des Rates (auch meiner Parteifreunde) ihre Entscheidung mitgetragen hat, bestürzt mich besonders.
Warum wurde ihre Absicht das Wahllokal zu schließen, nicht einmal mit den Bürgern besprochen. Sieht so ihre oft gepriesene Bürgernäher aus.
Meine langjährige kommunalpolitische Erfahrung als Ratsmitglied, als Kreistagsabgeordneter
sowie als Landtagsabgeordnerter in Niedersachsen haben gezeigt, dass eine solche Entscheidung zur Wahlenthaltung führt und der Demokratie schadet. Sie und die Mitglieder des
Rates sind auch einmal gewählt worden und wollen vielleicht wieder gewählt werden.
Das Argument es wären nicht genügend Wahlhelfer in Olpenitz vorhanden, entspricht nicht den Tatsachen. Etliche Bürger, die in der Vergangenheit als Wahlhelfer tätig waren, wurden gar nicht angesprochen. Auch Kostengründe können keine Rolle spielen, ansonsten sollten sie die Kosten für das Wahllokal Olpenitz einmal auflisten.
Bei den letzten drei Wahlen war ich als Wahlleiter oder Stellvertreter tätig, dazu bin ich aber in Zukunft nicht mehr bereit, sollte es bei dieser Entscheidung bleiben.
Sie sollten auch in ihre Überlegungen einbeziehen, dass es auch etliche ältere Bürger gibt, die
nicht motorisiert sind aber ihr Wahlrecht wahrnehmen wollen.
Sprechen sie mit mit den Bürgerinnen und Bürgern in Olpenitz und entscheiden sie dann.
Nur so dienen sie der Demokratie und nicht durch einsame Entscheidungen.
Übrigens eine Revision ihres Beschlusses zeugt nicht von Schwäche sondern von Stärke.

                                                        Mit freundlichem Gruß
                                                             Werner Buß
                                                       ehem. Stellv.. Landrat von Hildesheim
                                                       Ratsmitglied
                                                       und Landtagsabgeordneter in Niedersachsen

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